Sonnenaufgang in Angkor Wat auf der Kambodscha Reise mit dem Rucksack
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Kambodscha Reise mit dem Rucksack – Top 5 untouristische Tipps

Kambodscha gehört zumindest für deutsche Touristen nicht gerade zu den beliebtesten Reisezielen. Die Nachbarländer Thailand und Vietnam erfreuen sich da weit höherer Besucherzahlen. Und wenn es Reisende nach Kambodscha verschlägt, dann beschränkt sich der Besuch meist nur auf den weltbekannten Tempel Angkor Wat. Das ist aber sehr schade, denn Kambodscha hat als Reiseland sehr viel mehr zu bieten und eignet sich perfekt für untouristische Entdeckungen! Reisetipps für Kambodscha gefällig? Hier kommen meine Top 5 für eure Kambodscha Reise!

Kambodscha Reise – wo finde ich was?

Elephant Valley Project in Mondulkiri

Mittlerweile müsste jedem verantwortungsbewussten Reisenden klar sein: Elefanten sind keine Touristenattraktion. Es sind wilde Tiere – Reiten, Kunststücke u.ä. gehören nicht zum Naturell eines Elefanten und werden unter grausamen Bedingungen antrainiert. Wer in seinem Urlaub trotzdem auf Elefanten reiten geht, unterstützt Tierquälerei. Punkt. Aber es gibt sie doch – die Möglichkeit den Elefanten auf respektvolle Weise zu begegnen. In Kambodscha gibt es eine Ausnahme: Elephant Valley Project in Mondulkiri.

Eine ganz großartige Institution. Arbeitselefanten werden von Elephant Valley aufgekauft und in ihre natürliche Umgebung – den Urwald – zurückversetzt. Damit können die Tiere endlich das tun, was sie sollten: baden, spielen, ganz viel Bambus fressen. 1.500 Hektar Wald stehen für 10 Elefanten bereit. Als Besucher könnt ihr auf eurer Kambodscha Reise daran teilhaben und gleichzeitig dieses Projekt unterstützen. Bucht eine der spannenden Touren – da könnt ihr die Dickhäuter nicht nur hautnah beobachten, sondern auch zahlreiche interessante Infos über die Elefanten erhalten. Mein persönlicher Tipp: übernachtet in einem der schönen Bungalows mitten im Dschungel. Welche Touren angeboten werden? Sucht euch hier die beste für euch aus!

Kochkurs in Kampot auf der Kambodscha Reise

Gibt es einen besseren und authentischeren Weg in die Welt der Einheimischen einzutauchen, als gemeinsam zu kochen? Wohl kaum. Die Stadt Kampot eignet sich super für so ein Event. Denn in dieser Gegend wächst der bekannte Kampotpfeffer, der vielen Khmer Gerichten die besondere Würze gibt. Dass man beim Kochkurs auch viel über die Kultur erfährt, versteht sich von selbst. Bucht am besten einen Kurs mit Einkaufen am Markt im Vorfeld – ich garantiere euch, dass dieser Besuch bleibende Eindrücke auf eurer Kambodscha Reise hinterlassen wird! Anbieter sind zum Beispiel Lucky Kitchen Cooking Class und Kek Soon Cuisine and Culture Tours.

Kayak fahren auf dem Mekong

Ihr wollt die Mekong Flussdelfine sehen, aber nicht als Massenveranstaltung? Wie wäre es mit einem Kayakausflug auf dem weniger besuchten Flussabschnitt? Das könnt ihr mit Sorya Kayaking Adventures in Kratie machen. Ihr paddelt vorbei an überfluteten Wäldern, idyllischen Sandbänken und authentischen kleinen Dörfchen, von dessen Ufern euch kleine Kinder freudig zuwinken. Und als i-Tüpfelchen natürlich die Protagonisten der Tour beobachten: die seltenen Mekong Flussdelfine. Klingt es perfekt oder klingt es perfekt?

Den Dschungel nachhaltig in Chi Phat erkunden

Fernab der Touristenpfade im Kardamomgebirge liegt das Dörfchen Chi Phat, das sich dem Ökotourismus verschrieben hat. Ehemals bestritten die Dorfbewohner mit Wilderei ihre Existenz, doch 2007 startete Wildlife Alliance in der Region ihr großartiges Projekt. Seitdem änderte sich alles grundlegend. Die Wilderer wurden zu Tourguides umgeschult, das Dorf öffnete seine Tore für Besucher und bringt jedem Interessierten ihre Kultur und ihren Lebensraum näher. Die Touren, die ihr dort unternehmen könnt, sind super vielfältig: ob Wandern, Kayak oder Fahrrad fahren – jeder wird etwas für sich finden. Übernachten könnt ihr sehr günstig entweder im Homestay, Guesthouse oder eigenem Bungalow. Ausführliche Infos und Buchungsmöglichkeiten vor eurer Kambodscha Reise findet ihr auf der Chi Phat Seite.

Angkor? Ja, aber antizyklisch!

Angkor – DIE Sehenswürdigkeit von Kambodscha und wohl berühmteste Tempelanlage der Welt, die rund 200 Quadratkilometer einnimmt. Zu tausenden strömen hier Touristen in Reisebussen tagein, tagaus. Riesige Reisegruppen schieben sich an den jahrhundertealten Mauern von Angkor Wat und quetschen sich auf Phnom Bakheng, um den besten Kamerawinkel auf den Sonnenuntergang zu ergattern. Ein Horror für jeden Individualtouristen, der Menschenmassen verabscheut. Sollte man deswegen Angkor auf der Kambodscha Reise links liegen lassen? Keineswegs! Der Besucherstrom bewegt sich nämlich jeden Tag in einer bestimmten Reihenfolge durch die Tempelanlagen. Der Trick ist es sich einfach antizyklisch zu verhalten und schon hat man auf wundersame Weise manche Tempel fast für sich alleine. Hier meine Empfehlungen:

Morgens

  • Phnom Bakheng ist DER Sundowner Spot in Angkor, der pünktlich von Reisebussen angefahren wird. Die Aussicht ist tatsächlich grandios. Aber auch bei Sonnenaufgang verliert sie nichts an ihrer Schönheit und zu diesem Zeitpunkt befindet sich fast niemand auf Phnom Bakheng.
  • Ta Prohm. Die ehemalige Kulisse von Tomb Raider mit Baumwurzeln, die sich um die alten Gemäuer des Tempels winden, wird vorwiegend nachmittags von Touristen angesteuert. Wer sich in den Morgenstunden dahin begibt, wird die Anlage in einer mystischen Atmosphäre und ganz einsam vorfinden.
  • Angkor Wat ist das Highlight der gesamten Tempelanlage, selbst die kambodschanische Flagge schmücken die Haupttürme von Angkor Wat. Hier ist natürlich am allermeisten was los und zwar den ganzen Tag über. Aber: wer ganz früh, noch vor Sonnenuntergang, hier ankommt, hat die meisten Chancen auf ein menschenleeres Erlebnis.

Vormittags

Sowohl Preah Khan als auch Angkor Thom liegen so, dass sie von den meisten erst nachmittags besucht werden. Versucht bereits vormittags da zu sein, um dem Ansturm später aus dem Weg zu gehen.

Angkor Thom auf der Kambodscha Reise mit dem Rucksack

Abends

Der Pyramidentempel Pre Rup ist ebenfalls für die Sonnenuntergangsstimmung gut bekannt, aber längst nicht so überlaufen wie Phnom Bakheng. Wer also schöne Abendstunden in Angkor genießen möchte, findet auf der obersten Pyramidenstufe das perfekte Plätzchen dafür!

Grundsätzlich lässt sich sagen: Angkor ist ein Paradies für Frühaufsteher. Hier fängt der ganz frühe Vogel den schönsten und dicksten Wurm. Denn vor allem bei Sonnenaufgang könnt ihr in den Tempeln die einmalige verwunschene Stimmung in Einsamkeit einfangen. Da lohnt sich das Aufstehen im Dunkeln allemal – ausschlafen könnt ihr später! 🙂  

Dich interessiert untouristisches Asien? Wie wäre es mit einer Reise ins authentische Indonesien – nach Sumatra? In diesem Beitrag habe ich meine Erfahrungen zusammengefasst.

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Wie wundervoll ist unsere Welt und wie langweilig ist es immer nur dahin zu reisen, wo schon alle anderen sind! Ich begebe mich auf Entdeckungsreisen zu den Orten, die noch wenig touristisch erschlossen sind und berichte von meinen Abenteuern.

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