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Die Vilanculos Highlights bei unserer Reise durch Mosambik

Vilanculos wird für immer in meinem Gedächtnis ein paradiesisches Stückchen Land bleiben. Denn es war auf unserer Reise durch Mosambik das erste Etappenziel nach der Hauptstadt Maputo und das Auge war noch nicht an den azurblauen Anblick des indischen Ozeans gewöhnt. Die Sonne, die freundlichen Einheimischen, die Farben machten den Ort zu einem besonderen Erlebnis. Ihr seid auf der Suche nach den Vilanculos Highlights? Dann seid ihr hier genau richtig.

Einheimischer Fischer mit frischem Fang am Strand von Vilanculos
How much is the fish? Frischer Fang wird täglich feilgeboten.

Vilanculos – willkommen am indischen Ozean

Flugzeugpropeller über dem indischen Ozean
Azurblaue Weiten des indischen Ozeans

Schon alleine die Aussicht beim Anflug weckte Sehnsüchte. Der Ozean unter uns in allen Schattierungen von tiefblau bis grelltürkis, mit weißen Sandbänken durchwachsen und am Küstenrand mit Palmen gesäumt. Wow! 

Wir waren gespannt, welche Highlights Vilanculos für uns zu bieten hatte. Am Boden erwartete uns ein klitzekleiner Flughafen und ein typisch afrikanischer Ort, der sich langgezogen an den Küstenverlauf anschmiegt. Am Strand wechseln sich Touristenunterkünfte mit Tauch- und Kiteschulen ab. Ein paar kleinere Strandbuden und Restaurants gibt es ebenfalls, aber alles sehr entspannt und menschenleer.

Achtung: die Hauptsaison, in der vorwiegend südafrikanische Touristen Mosambik bereisen, ist im Dezember. Da finden südafrikanische Sommerferien statt und der südliche Küstenabschnitt Mosambiks wird regelrecht überlaufen. Auch im August kann es voller werden. Jedoch gibt es an restlichen Monaten des Jahres kaum weitere Touristen und man kann bei der Reise durch Mosambik richtig schön entspannen.

Unterkünfte von Vilanculos

Die Auswahl an Unterkünften von einfachen Strandhütten bis zu luxuriösen Anlagen ist groß. Wir wohnten 6 Tage in Casa Cabana – einer kleinen Bungalowanlage mit direktem Zugang zum Meer und können diese sehr empfehlen. Unser Zimmer (Nr.2) hatte eine große Terrasse mit Blick auf den grünen Garten und den Ozean und war sehr gemütlich. Nur das Bad war etwas älter, aber das war nicht weiter tragisch, denn es war sehr sauber. https://www.casacabanabeach.com/

Im Garten gibt es außerdem einen Süßwasserpool und am Strand das hauseigene Restaurant (siehe Essen und Trinken). Zu der Anlage gehört ebenfalls eine Kitesurfschule /-verleih, aber auch andere Aktivitäten kann man problemlos über das Hotel buchen. Die Nacht kostete uns im November 2018 42€ inkl. Frühstück. Wir hatten über www.hotels.com gebucht.

Strand in Vilanculos

Stellt euch weißen warmen Sand, der beim Laufen unter euren Füßen quietscht, vor. Dazu kristallklares badewannenwarmes Wasser, das in sanfter Brandung den Strand streichelt. Etwas weiter in den Wellen wiegen sich bunte Dhows – traditionelle ostafrikanische Segelboote – vor Anker. Traumhaft, oder?  Und das Ganze fast weitestgehend für euch  alleine.

Wie alle Ozeane dieser Welt unterliegt auch der indische starken Gezeiten. Bei Ebbe geht das Wasser sehr stark zurück. Solltet ihr dann zum Wasser durch das Watt laufen wollen, empfehlen wir Schwimmschuhe anzuziehen, denn es können sich scharfe Muscheln im Sand verstecken.  

Aktivitäten in und um Vilanculos

Bazaruto – das türkisblaue Wunder

Das türlkisblaue Wasser von Bazaruto

Vilanculos vorgelagert liegt das Bazaruto Archipel – unser persönliches Highlight! Diese paradiesische Inselkette mit endlosen Sandstränden ist von Korallenriffen umgeben, in denen man wunderbar tauchen und schnorcheln kann. Wenn man Glück hat, entdeckt man ein paar Dugongs im Wasser. Wir hatten sie leider nicht gesehen, dafür aber einen Schwarm pinker Flamingos, was auch nicht ganz schlecht war:-

Pinke Flamingos im türkisen Wasser vor Bazaruto

Man kann natürlich auf den Inseln übernachten, aber die Resorts dort verlangen kosmische Summen für eine Übernachtung (so ab 400€ pro Nacht seid ihr dabei), daher hatten wir in Vilankulos unsere Base und machten an zwei Tagen Ausflüge zum Archipel – einmal als Boots-/Schnorchelausflug, einmal zum Tauchen.

Die erste Tour organisierten wir direkt über unser Hotel (fragt nach Messi – er ist sehr hilfsbereit). Zur Auswahl stand entweder der Ausflug mit einer Gruppe (ca 75€/Person) oder eine Private Tour im Speed Boat (ca 150€ pro Person). Nach etwas Hin- und Herüberlegen beschlossen wir uns die Private Tour zu gönnen und haben es nicht bereut. Es ging um 8.00 los, unsere Crew bestand aus einem Captain und einem Koch, sehr nette Locals, die uns nach ca. einer Stunde rauschender Fahrt an die Bazaruto Insel brachten. Dort haben wir erst die wüstenartige Umgebung erkundet und fuhren anschließend zum Two Mile Reef schnorcheln – man hat das Gefühl, man befindet sich in einem riesigen Aquarium!

Vertrocknete Palmen im weißen Sand vor dem türkisen Wasser am Strand von Bazaruto
Bazaruto – ewige Sandbänke und türkisblaues Meer

Zurück auf der Insel hat uns unser lieber Koch ein Festmahl unter einem Baldachin gezaubert – romantischer Lunch mit Blick auf das unendlich Blau. Nach ein paar entspannten Stunden am einsamen Strand ging es dann über Benguera Insel zurück und gegen 16.30 trafen wir zurück in Vilankulos ein.

Es gibt auch weitere preiswertere Möglichkeiten Bazaruto zu erkunden, z.B. In einer Dhow, aber das nimmt natürlich entsprechend mehr Zeit ein

Vilanculos Highlights – das Tauchen

An einem anderen Tag statten wir Bazaruto wieder einen Besuch ab, diesmal zum Tauchen. Das Archipel gilt als eins der schönsten Tauchspots in ganz Ostafrika und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Vilanculos hat mehrere Tauchschulen zu bieten. Wir wählten Odyssea Dive und waren sehr zufrieden. Es werden 90€ pro Tauchgang verlangt. Wir machten einen Ganztagesausflug mit zwei Tauchgängen und können nun nachvollziehen, warum Mosambik bei Tauchfreaks ganz oben auf der Liste steht. Riesige Zackenbarsche, Riffhaie und eine sehr neugierige Schildkröte, um nur einen kleinen Teil der Sichtungsausbeute zu erwähnen.

Riesiger Zackenbarsch mit Taucher am Two Mile Reef im indischen Ozean
Riesiger Zackenbarsch am Two Mile Reef

Aktivitäten, die zusätzlich möglich sind, die wir allerdings nicht in Anspruch genommen haben, sind Hochseefischen, Kitesurfen, Reiten…

Essen und Trinken in Vilanculos – kulinarische Highlights

Zugegeben, wir haben unsere Mahlzeiten immer am Strand eingenommen – wie kann man denn auf den Meeranblick verzichten 🙂 Daher gibt es keine Empfehlungen zu Restaurants im Dorfinneren. Sehr oft waren wir im Hotelrestaurant Casbah essen. Direkt am Wasser, freundliche Bedienung, gute Auswahl an Speisen und Getränken. Naturgemäß sind Fisch und Meeresfrüchte im großen Stil auf der Speisekarte vertreten. Erwähnenswert sind gegrillte Calamaristeaks, Garnelen, aber auch das oberleckere Knoblauchbrot, auf das wir leider nie verzichten konnten 🙂 

Direkt neben dem Casbah befindet sich Samara Lodge mit ebenfalls sehr netten angeschlossenen Restaurant.

Auch das kleine Restaurant Frutos do Mar ist sehr empfehlenswert. Es befindet sich auf einer Anhöhe über dem Strand und so hat man eine traumhafte Aussicht auf die Bucht. Der Haupteingang befindet sich auf der Dorfseite. Vom Strand aus kann man – wie wir – auf eine etwas abenteuerliche Art eine aus Autoreifen gebaute Treppe nach oben klettern und an der Pforte klopfen.

Anreise nach Vilanculos

Wir flogen Vilankulos mit LAM Mozambique Airlines von Maputo an. Es gibt tägliche Hin- und Rückflüge, an manchen Tagen allerdings über Inhambane. Man bleibt im Flieger sitzen bis Gäste aus- und zusteigen und fliegt dann in Kürze weiter. In diesem Fall beträgt die Reisezeit 2 h. Ohne die Zwischenlandung ist man 1h 15 min unterwegs.

Flugzeug von Air mozambique am Startfeld
Kleinere Maschinen fliegen Vilanculos von Maputo aus an

Am Flughafen wurden wir von der lieben Matilda, der Managerin des Hotels abgeholt und in ca. 20 min  zur Unterkunft gefahren. Einige Unterkünfte verlangen dafür Transfergebühren, bei Casa Cabana kostete der Flughafentransfer (Hin und Rück) nichts.

Wie wundervoll ist unsere Welt und wie langweilig ist es immer nur dahin zu reisen, wo schon alle anderen sind! Ich begebe mich auf Entdeckungsreisen zu den Orten, die noch wenig touristisch erschlossen sind und berichte von meinen Abenteuern.

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